Haftung von Banken bei kreditfinanzierten Kapitalanlagen

Sehr häufig werden Anlageinteressenten dazu veranlasst, ohne oder nur mit geringen Eigenmitteln Kapitalanlagen zu erwerben. Besonders oft ist dies beim Erwerb von Schrottimmobilien, Fondsanlagen aller Art und atypisch stillen Beteiligungen der Fall. Hier finden sich immer wieder Banken, die trotz fehlenden Eigenkapitals freigiebig Darlehen gewähren.

Oftmals arbeiten diese Banken sehr eng mit dem Vertrieb der Kapitalanlage zusammen oder vertreiben diese Anlagen sogar selbst.

Hierdurch werden nicht zuletzt auch Anleger zum Erwerb einer Anlage veranlasst, die sich den Erwerb einer Fondsbeteiligung oder einer Immobilie niemals leisten könnten. Sie werden von Anlagevermittlern nicht selten damit gelockt, dass sie hiermit Steuern in nicht unerheblichem Maße sparen und ebenso wie Vermögende nun als Inhaber eines Fondsanteils praktisch Grundbesitzer sein können, was schon deswegen positiv zu bewerten sei, da sog. Sachwerte viel positiver zu bewerten seien als bloße Geldwerte, die inflationsgefährdeter sind.

Regelmäßig bietet der Anlagevermittler / Anlageberater sodann gleichzeitig mit der Vermittlung der Kapitalanlage auch die Vermittlung eines Darlehensvertrages an und versichert, dass dieser sich um gar nichts kümmern müsse. Der gesamte Kontakt zu der finanzierenden Bank läuft in den meisten Fällen ausschließlich über den Anlagevermittler, der dem Anleger alle notwendigen Unterlagen zur Unterschrift vorlegt und alles weitere organisiert. Häufig wird zur Tilgung des Darlehensvertrages auf anraten des Anlagevermittlers zudem eine Kapitallebensversicherung oder ein Bausparvertrag abgeschlossen.

Durch die Finanzierung einer Kapitalanlage potenzieren sich die Risiken für den Anleger. Regelmäßig ist er aufgrund geringer Einkünfte davon abhängig, dass die prognosizierten Mieteinnahmen aus der Immobilie oder Ausschüttungen aus der Fondsanlage tatsächlich fließen, damit er hiermit die monatlichen Zins- und Tilgungsleistungen bzw. Leistungen an die Lebensversicherung oder Bausparkasse erbringen kann. Bleiben diese Mieteinnahmen oder Ausschüttungen hinter den Prognosen zurück oder sogar vollkommen aus, so befindet sich der Anleger in einem unübersehbaren Dilemma.

Aufgrund der Verletzung von Aufklärungspflichten kann der Anleger nicht selten erfolgreich Schadensersatzansprüche gegen Anlagevermittler und -berater, Initiatoren und Prospektverantwortliche des Fonds, aber auch gegen die finanzierende Bank geltend machen. Gegenüber letzterer können zudem Ansprüche aus sog. verbundenem Geschäft in Betracht kommen.

Wir vertreten Kapitalanleger in ganz Deutschland gegen Banken, die entsprechende Finanzierungen von Schrottimmobilien oder anderen Kapitalanlagen vorgenommen haben und machen dabei für unsere Mandanten Schadensersatzansprüche geltend und wehren Ansprüche der Banken ab.

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